NIA

Kurzüberblick

  • Projekttitel
    Nachsorge und Integration in Ausbildung und Arbeit
  • Laufzeit 01.09.2015 bis 31.12.2020
  • Zielgruppe
    junge Verurteilte im Alter zwischen 18 und 35 Jahren

Das NIA-Projekt wird in enger Zusammenarbeit mit dem Hessischen Ministerium der Justiz durchgeführt. Es wird im Rahmen der ESF-Integrationsrichtlinie Bund im Handlungsschwerpunkt Integration statt Ausgrenzung (IsA) durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds gefördert.

NIA unterstützt durch individuelle Maßnahmen junge Menschen dabei, Anschluss am Arbeitsmarkt und in der Gesellschaft zu erlangen und einen Weg aus der Straffälligkeit zu gehen. Zielgruppe im Projektzeitraum von September 2015 bis August 2019 sind 450 Verurteilte im Alter zwischen 18 und 35 Jahren (Klienten) mit Wohnort in den Landgerichtsbezirken Frankfurt, Wiesbaden, Darmstadt oder Limburg, die der Aufsicht und Leitung der Bewährungshilfe – auch im Rahmen der Führungsaufsicht – unterstellt sind.

Zur Erreichung dieses Ziels besteht im Sinne des Schnittstellenmanagements eine enge Zusammenarbeit zwischen den Projektträgern Mittelhessischer Bildungsverband e.V. sowie Gesellschaft für Ausbildung und Beschäftigung mbH mit der Bewährungshilfe und den Arbeitsagenturen und Jobcentern. Nach der Zuweisung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch die Bewährungshilfe oder durch das Jobcenter, beginnt ein etwa halb-jährlicher, individueller Betreuungsprozess durch NIA-Coaches. Dieser Begleitungsprozess beinhaltet Profiling, Coaching und Bewerbungstraining sowie Unterstützung bei der Gewinnung eines Praktikums-, Ausbildungs- oder Arbeitsplatzes.

Um die Zusammenarbeit mit Unternehmen auszubauen, Vermittlungshemmnisse zu er-kennen und zu überwinden, wurde ein Unternehmensnetzwerk als Dialogforum etabliert. Darin sind Vertreterinnen und Vertreter der Bereiche Justiz, Politik, Soziales, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft eingebunden.

Die Unterstützung zur gelungenen Reintegration in Arbeit und Gesellschaft wird durch das Adress- und Informationsportal (www.Aufbruch-Hessen.de) flankiert. Diese Website ist eine hessenweite Datenbank zum Übergangsmanagement. Hier sind vielfältige Infor-mationen und Kontakte aus den Themenfeldern Schule, Beruf, Wohnen, Hilfsangebote, finanzielle Fördermöglichkeiten etc. offen zugänglich.

Das NIA-Projekt ist an der Schnittstelle der Bereiche Justiz und Arbeitsmarkt angesiedelt. Darüber hinaus spielen Themenkomplexe wie „Rückfallprävention“, „Integration in die Gesellschaft“, „Solidarität und soziales Zusammenleben“ und zahlreiche weitere Themen eine wichtige Rolle im NIA-Prozess. Das Projekt sieht sich daher als Teil eines interdisziplinären, umfangreichen und langfristigen Prozesses. Dieser Prozess geht zurück auf Erfahrungen und Erkenntnisse verschiedenster Arbeitsbereiche, die alle für sich ein breites Wissensspektrum aufgebaut haben und dieses stetig erweitern. Mit der „Wissensbasis“ auf www.nia-hessen.de entsteht ein Archiv zu relevanten Publikationen.

?Wie kann ich teilnehmen?

Zu NIA kommen Sie entweder über Ihre Bewährungshilfe, oder über Ihr Jobcenter, die Jugendgerichtshilfe oder direkt über die Projektleitung Frau Ruth Friderichs 0177 6528980 / friderichs@mbv-ev.com.

?Welche Voraussetzungen muss ich mitbringen, um teilzunehmen?

Sie müssen zwischen 18 und 35 Jahre und momentan ohne feste Arbeit oder ohne Ausbildung sein. Außerdem sollten Sie Interesse daran haben, einen Arbeitsplatz oder eine Ausbildungsstelle zu finden.

?Was kostet die Teilnahme?

Die Teilnahme ist kostenlos.

Logo Bundesministerium für Arbeit und Soziales
Logo Europäischer Sozialfonds
Logo Europäische Union
Logo Zusammen Zukunft Gestalten
Logo ESF Integrationsrichtlinie Bund
Logo Landesregierung Hessen

Das Projekt „NIA“ wird im Rahmen der „ESF-Integrationsrichtlinie Bund, Handlungsschwerpunkt Integration statt Ausgrenzung (IsA) durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds gefördert.